Tischlermeister  Ruhle  Frank

Holz ist meine Leidenschaft und Berufung zugleich.

 

Es gibt viele moderne Werkstoffe, die der heutigen baulichen Moderne unterliegen.

Leider werden aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen viele gesundheitliche Bedenken an Normrichtwerten klein geredet oder sogar verschwiegen.

Als Tischler erlernte auch ich die Grundbegriffe der Holzverarbeitung und wurde auch in der Lehrzeit schon mit der Findung eigener Lösungen vertraut gemacht.

Ich hatte dann in den Jahren in meinem Ausbildungsbetrieb einen hohen Anspruch an Qualität zu gewährleisten.

Das Spezialgebiet dabei lag im Ladenbau und der Anfertigung von Möbeln des gehobenen Anspruches.

Als eine Beschäftigung in diesem Betrieb nicht mehr möglich war, hatte ich das Glück das Tischlerhandwerk in einem anderen Betrieb unter geforderten ökologischen Richtlinien weiter zu führen.

Nach einigen Jahren wurde mir die Leitung der Tischlerei übertragen und ich absolvierte die Meisterschule.

In diesen Jahren fruchtete auch der Gedanke an Ökologie und gesundheitlicher Unbedenklichkeit im Tischlerhandwerk.

Die Verarbeitung von Vollhölzern und formaldehydfreien Werkstoffen wurden zum Standard.

In vielen Tischlereien sind diese Erfahrungswerte auf Grund der "Modernen Werkstoffe" schon fast ausgestorben, oder werden wegen des Verarbeitungsaufwandes nicht mehr in Erwägung gezogen. Gesundheitliche Aspekte weichen hier den finanziellen und wirtschaftlichen Interessen.

Die Großindustrie mit ihren Dumpingpreisen scheint uns in dieser Gesellschaft die Preise zu diktieren.

Und doch fragt sich ob gesundheitlich unbedenkliche Tischlerprodukte noch in einem bezahlbaren Rahmen bleiben können.

Wie viel Geld kann man für ein gesünderes Leben ausgeben?